Sakura auf Izu

Am Wochenende haben wir einen kleinen Ausflug mit den Motorrädern nach Izu gemacht. Als Abschiedstour für 2 Kollegen, die im März wieder zurück nach Deutschland gehen und natürlich, um meine erste Sakura zu erleben, die Kirschblüte…
Das ist hier in Japan nämlich ein großes Ding.

Wir haben uns am Samstag um 7:00h an einem Combini kurz vor der Autobahn getroffen. Natürlich war ich erst am falschen Combini, da es diese hier wie Sand am Meer gibt, aber egal. Dafür gibt es ja Handies… Dann ging es erst einmal für ca. 1 Stunde auf die Autobahn, wo wie immer erst mal wieder Stau war. Aber das ist hier mit den Motorrädern kein Problem, man schlängelt sich dann einfach durch den Verkehr durch. Die Japaner machen im Gegensatz zu den Deutschen auch bereitwillig Platz. Der erste Stopp war wie bei der letzten Tour im Dezember Hakone. Dieses Mal war das Wetter aber viel besser und der Fuji-san strahlte in seiner ganzen Pracht, da er jetzt auch schön mit Schnee bedeckt war.

Dann ging es weiter auf die Izu Skyline, was eine wunderschöne Straße entlang eine Bergkamms ist, die natürlich Maut kostet. Ein Kollege kennt hier aber einen Trick, wie man sich etwas Maut sparen kann, in dem man eine nicht ganz offizielle Straße für die Ausfahrt nimmt, wo es keine Mautstation gibt.

Zwischendurch haben wir noch einen Stopp an einem Wasabi-Feld gemacht. Ich habe mir sagen lassen, dass so eine Wasabi-Pflanze locker bis zu 1000€ kosten kann. Da steht also ein richtiges Vermögen auf dem Feld !

Eigentlich war der Plan, nach Kawazu zu fahren, um die frühe Kirschblüte zu sehen. Aber auch hier kannte mein Kollege eine Alternative, da Kawazu hierfür sehr bekannt ist und natürlich noch einige andere Leute (auch Japaner) am Wochenende die gleiche Idee wie wir hatten.
Leider habe ich mir im Kurvenrausch nicht richtig gemerkt, an welchem Ort wir dann waren, aber es war auf jeden Fall ein toller Anblick….

Dann mussten wir noch zu unserem Haus fahren, in dem wir übernachten wollten. Und siehe da, wir hatten dort unseren eigenen Sakura-Baum direkt vor dem Haus, wenn auch nicht ganz so spektakulär.

Und ein paar Blumen haben auch schon geblüht…

Das Haus war irgendwo im Wald und der nächste Ort war ca. 3km entfernt, was echt super war, denn dann konnten wir machen was wir wollten, ohne jemanden zu stören. Nachdem die Zimmer bezogen waren, ging es erst einmal zum Einkaufen. Es musste ja genug Bier gekauft werden und da das Wetter ja super war, stand für das Abendessen Grillen auf dem Plan.

Also musste erst mal Feuer gemacht werden. Die Besitzer hatten auch etwas Holz bereitgestellt. Ich weiß ja nicht, wie man normalerweise in Japan grillt, aber mit den 5 Scheiten Holz und ein paar Ästen wären wir nicht weit gekommen. War aber kein Problem, denn wir waren ja direkt im Wald und haben uns dann dort einfach bedient, was da so auf dem Boden lag. Und das war eine ganze Menge, denn Waldpflege und Forstwirtschaft scheint hier in Japan nicht so üblich zu sein…

Das Feuer brannte, der Tisch und die Stühle standen, also konnten wir uns der Flüssigkeitszufuhr in Form von Bier widmen. Man darf ja nicht dehydrieren….

Als dann das Feuer etwas runtergebrannt war, ging es ans Grillen. Wir hatten gut eingekauft : Fleisch, Würstchen, Garnelen und natürlich Fisch. Ok, ein bisschen Gemüse war auch dabei….

Lecker Abendessen

Das Essen war wirklich lecker und mit 8 Kollegen schön grillen macht auch einfach Spaß….

Da es gegen Abend dann doch etwas kalt wurde, haben wir dann ein richtiges Feuer angemacht und es ist wirklich erstaunlich, wie wenig Asche übrig bleibt, denn wir haben quasi den halben Wald für das Feuer gerodet… 😉

Richtiges Lagerfeuer

Am nächsten Morgen war das Aufstehen dann nicht so einfach, denn wir hatten doch relativ lange am Feuer getagt und da wir ja begrenztes Gepäck auf den Motorrädern hatten, mussten wir natürlich auch die Biervorräte leeren, denn man kann ja nichts verkommen lassen….
Irgendwie sind wir dann doch relativ pünktlich weggekommen und haben uns dann auf den Heimweg gemacht. Etwas entspannter als am Samstag, denn irgendwie waren wir doch etwas müde. Aber dann kann man wenigstens auch die Aussicht genießen und die war teilweise echt spektakulär, denn wir sind wirklich tolle Küstensträßchen gefahren. Leider konnten wir nicht überall anhalten, denn dann wären wir nicht rechtzeitig nach Hause gekommen, deshalb hier mal nur ein kleines Beispiel für die schöne Küstenlandschaft hier :

Es war wirklich ein super Ausflug und ein würdiger Abschluss für meine beiden Kollegen, die der Landschaft hier sicherlich in Deutschland noch nachtrauern werden. Ich kenne ja jetzt auf Izu einige schöne Stellen und ich werde sicherlich noch häufiger hierher kommen….

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