Es ist passiert….. Am Samstag habe ich meine erste Motorrad-Tour auf japanischem Boden gemacht. Und was soll ich sagen, es war einfach nur geil !!!!
Eigentlich ist damit schon alles gesagt, aber so kurz möchte ich den Blog dann doch nicht machen….
Am Samstag habe ich mich schon morgens um 7:00h mit 3 Kollegen im Büro getroffen. Ein Kollege hat mir sein Motorrad geliehen und hat sich dafür ein Test-Motorrad aus dem Fuhrpark genommen (“Danke dafür noch mal, Reiner-san….”). Da es mit nur 7°C doch ziemlich frisch war, hatte ich so ziemlich alle Sachen angezogen, die ich für das Motorradfahren habe und es war damit auszuhalten.
Und dann ging es auch schon los. Ich hatte eigentlich gar keinen Plan, wo es hingeht und so bin ich einfach den Kollegen hinterhergefahren. Erst ging es ca. 45min auf die japanische Autobahn Richtung Odawara. Die Autobahn ist in Japan leider immer mautpflichtig, aber die Motorräder hatten alle sog. ETC-Karten an Bord. Damit kann man einfach durch die Mautstation fahren und der Betrag wird automatisch abgebucht. Wirklich sehr praktisch, da man nicht erst anhalten, die Handschuhe ausziehen und den Geldbeutel herauskramen muss.
Bei Hakone haben wir dann die Autobahn verlassen und der Spaß konnte beginnen. Leider hat uns das Wetter dann einen Strich durch die Rechnung gemacht, da es angefangen hatte zu regnen. Also haben wir erst einmal eine Frühstückspause gemacht und überlegt wie wir die Regenfront umfahren können.

Die alternative Route war schnell gefunden und dann ging es auch schon weiter und die Kurven wurden immer besser. Mit der Zeit hatte ich mich auch schon etwas an den Linksverkehr gewöhnt.
Bei einem weiteren Stopp konnte ich dann einen ersten Blick auf den Mount Fuji werfen, da auch so langsam das Wetter wieder besser wurde. Die Chance haben wir dann gleich für eine Gruppenbild genutzt….
Die Mützen hatten wir übrigens nicht nur zum Spaß auf. Im Büro gibt es einen Wettbewerb, wer das schönste Weihnachtsbild mit den Motorrädern macht und ich finde mit diesem Bild sind wir ganz vorne dabei….
Es ging dann weiter und die Kurven nehmen einfach kein Ende….
Nächster Stopp war dann an den Shiraito-Wasserfällen.
Die Wasserfälle sehen super schön aus und sind in einem total unspektakulären Gebiet. Wenn man es nicht wüsste, würde man nie auf die Idee kommen, dass es hier so geile Wasserfälle gibt.

Da wir ja sowas von spontan sind, haben wir kurzfristig die Route wieder geändert. Ein Kollege hatte nämlich erwähnt, dass ein paar andere Kollegen vom Kawasaki-Team vor kurzem auf dem Fuji-san zum Testen waren. Und da dachten wir, das ist eine gute Idee, das probieren wir auch. Also rauf auf den Fuji-san….
Gesagt getan und tatsächlich war die Zufahrt offen, kostet aber ebenfalls Maut, aber die ca. 12€ waren es uns wert. Die Frage war nur, wie sau kalt es dort oben sein wird, denn der höchste Punkt, der mit den Motorrädern erreichbar ist, liegt auf 2305m. Zu meiner Überraschung war es mit 6°C gar nicht so kalt und dank Griffheizung (die gehört hier zur Grundausstattung….) war das auch kein Problem.

Die letzten knapp 1500 Höhenmeter muss man dann zu Fuß gehen, wenn man auf den Gipfel möchte.
Aber auch vom sog. Step 5 ist der Ausblick einfach traumhaft…
Wie man am Parkplatz sehen kann war nicht viel los. Da es dort auch ein Restaurant gibt haben wir auch gleich etwas gegessen. Nur eine Stromleitung und fließendes Wasser gibt es dort nicht. Dafür werden jeden Tag 25000 Liter Wasser heraufgefahren und 500 Liter Diesel mit einem Stromaggregat verbraucht.
Anschließend ging es wieder den Berg herunter und dann über Doshi zum Lake Miyagase. Der See scheint so eine Art Löwensteiner Platte für die Japaner zu sein. Jedenfalls waren dort jede Menge Motorradfahrer….
Die Strecke nach Doshi war einfach so was von geil, da weiß ich gar nicht was ich sonst noch dazu sagen soll. Eine Kurve geiler als die vorhergehende !!!
Aber auch das schönste Kurvenparadies hat mal ein Ende und so sind wir über die Autobahn wieder zurück zum Büro gefahren. In Summe waren es dann so ca. 344km.
Eigentlich wollte ich die gefahrene Strecke mit einer GPS-Tracker-App auf dem Handy aufzeichnen. Hat aber leider nicht geklappt, aber ich habe versucht die Strecke so gut es ging aus dem Gedächtnis nachzuvollziehen…

Und laut Aussage der Kollegen hält Japan noch viel geilere Strecken für mich bereit. Ich bin gespannt….





Sehr coole Tour, nicht schlecht Herr Specht!
Die Shiraito-Wasserfälle sehen ja auch echt toll aus.