Ankunft, Quarantäne und erste Eindrücke….

Als ich am 01. November im Haneda-Flughafen angekommen bin, ging es erst einmal direkt zum Corona-Test. Am Anfang wurden erst einmal die ganzen Dokumente an mehreren Stationen peinlichst genau geprüft, die ich teilweise mitgebracht habe und teilweise im Flugzeug ausgefüllt habe.
Das ging dann derart vonstatten, dass die Dokumente, die ich selbst ausgefüllt hatte quasi noch einmal ausgefüllt wurden, da sie meine Schrift nicht richtig lesen konnten. Dann kam der eigentliche Corona-Test, der glücklicherweise nur darin bestand, dass ich in ein kleines Röhrchen spucken musste. Bei dem Test in Deutschland, den ich vorher natürlich auch machen musste, wurde mit einem Stäbchen im Rachenraum herumgestochert, was echt sehr unangenehm ist.
Danach war erst einmal Warten angesagt und glücklicherweise war der Test negativ.

Dann ging es weiter zur Immigration, wo dann der Papierkrieg weiterging. Da saß dann eine nette, junge Dame, der ich erst einmal meine Papiere gegeben habe und sie hat diese dann geprüft. Als alles vollständig war, hat sie die Papiere an ihren Supervisor weitergegeben, der direkt neben ihr saß und alles noch einmal geprüft hat. Das hat so lange gedauert, dass ich dachte, der lernt meinen Reisepass auswendig. Nach weiteren 15min hatte ich dann endlich meine Resident Card, was quasi mein japanischer Personalausweis ist.
Alles zusammen hat ungefähr 2h gedauert, was eigentlich echt schnell ist….
Das gute daran war, dass mein Gepäck schon auf einem Wagen lag und ich nach einem kurzen Stopp beim Zoll endlich von meinem Fahrer in Empfang genommen wurde und es zu meinem temporären Apartment ging.

Die Quarantäne ist hier in Japan nicht so streng. Man darf keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen und man soll seine sozialen Kontakte einschränken, was ich dann so interpretiert habe, dass ich es mir verkniffen habe, in einem Restaurant zu essen. Man darf aber das Apartment verlassen, um Einkaufen zu gehen oder auch zum Spazierengehen.

Einkaufen ist hier super easy, da es gefühlt alle 100m sog. Konbinis gibt. Das sind kleine Einkaufsläden, die teilweise 24/7 offen haben und in denen es alles gibt, was man so braucht. Mein Favorit ist “7 Eleven”, die weiteren bekannten Marken hier sind “Family Mart” und “Lawson”.

Aber erst einmal genug gesprochen bzw. geschrieben, jetzt kommen erst mal ein paar Bilder von meinen Spaziergängen, die ich bisher unternommen habe…..

Angefangen habe ich im Stadtteil “Minato Mirai”, der nicht weit von meinem Apartment entfernt im Hafenbereich liegt und vom Landmark Tower dominiert wird. Als ich 2008 schon mal wegen einer Geschäftsreise in Japan war, habe ich darin gewohnt und an klaren Tagen kann man vom Restaurant im 70. Stock mit Glück den Mount Fuji sehen. Ich hatte damals Glück……

Weiter ging es dann zum Rinko-Park. Da war ich bisher quasi jedes Wochenende, da dort auch ein größerer Supermarkt ist und ich mir dann dort immer gleich etwas zum Mittagessen gekauft habe, um es dann dort zu essen…..

Von dort aus hat man auch einen super Blick auf das Wahrzeichen von Yokohama, die Yokohama-Bay-Bridge. Diese ist auch auf jedem Kanaldeckel hier in Yokohama abgebildet.

Rinko-Park mit Skyline von Yokohama

Im Unterschied zu Deutschland muss man sich hier aber nicht darum sorgen, dass einem die Tauben oder Möwen das Essen klauen. Nein, hier muss man eher die Adler im Blick haben…..

Weiter geht es zu einer weiteren Touristenattraktion hier in Yokohama, dem Cup-Noodles-Museum.

Cup-Noodles-Museum

Darin kann man nicht nur sehen, wie Cup-Noodles gemacht werden, sondern man kann sich auch seine eigene Sorte kreieren…..

Anschließend bin ich dann zu den “Red-Brick-Warehouses” gegangen.

Red-Brick-Warehouse

Es gab hiervon mal 4 Stück, aber nach diversen Erdbeben, von denen es in Japan doch ein paar pro Jahr gibt (gemessen werden pro Jahr ca. 500 Stück….), stehen nur noch 2.
Hier findet auch der Weihnachtsmarkt und das Oktoberfest statt. Als ich da war gab es dort gerade ein kleines Porsche-Treffen mit alten, neuen und komplett umgebauten Fahrzeugen.

Generell ist es nichts ungewöhnliches, hier in Yokohama einen Porsche, Ferrari oder Lamborghini zu sehen. Porsche-Fahrer scheint es hier jedenfalls einige zu geben…

Red-Brick-Warehouses mit Skyline von Yokohama

Auch interessant ist “Osanbashi”, das ist der international Pier, an dem die Kreuzfahrtschiffe festmachen….

Direkt daneben liegt der Yamashita-Park, der am Wochenende wirklich voll ist. An den Wochenenden kann man auch ein paar Leute in traditionellen Kimonos sehen. Und nicht nur alte Leute….

Traditionelle Kleidung am WE

Nachdem ich dann schon fast 3h unterwegs war, habe ich den Spaziergang mit einem Besuch des Stadtteils Motomachi abgeschlossen…

Dort gibt es eine große Einkaufsstrasse, quasi so eine Art Fußgängerzone….

War jetzt aber nicht wirklich was für mich dabei, ich habe aber auch nicht wirklich nach etwas gesucht.

Aber man kann ja nicht immer nur Spazieren gehen, sondern man muss ja auch mal was in der Wohnung arbeiten, was in meinem Fall “Wäsche waschen” war.
Es ist schon eine Herausforderung, die Waschmaschinen hier in Gang zu bekommen und zwar so, dass danach die Wäsche nicht 2 Nummern kleiner ist. Im Apartment gibt es zwar eine kurze Anleitung, aber so richtig hilft die auch nicht weiter. Also einfach anschalten und das Beste hoffen….
Und siehe da, nach 1h ist die Wäsche fertig und alles hat noch die ursprüngliche Größe.

Alles gut….

Soweit mal der erste Bericht aus Yokohama. Weitere folgen bald…..

1 Comment

  1. Hi Stefan,

    Klasse Bilder! Macht echt Spaß, Dir über den Blog zu „folgen“. Viele neue Eindrücke. Genieße es. Aber das brauch ich ja nicht zu erwähnen, 😉

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